Behandlungsschwerpunkt: Gebärmutteroperationen
Wenn „der Bauch“ immer schmerzt
Viele Frauen haben in ihrem Leben schon Unterleibsschmerzen gehabt. Oft sind diese harmlos und gehen von selbst vorbei. Doch was steckt dahinter, wenn die Beschwerden stärker und chronisch werden? Die Zahl möglicher Unterleibserkrankungen ist groß und reicht von Entzündungen und Pilzerkrankungen über gutartige Knoten (Myome, Polypen) bis hin zum bösartigen Gebärmutterkrebs.
Zysten und Myome
Zysten und Myome (gutartige Tumoren) werden oft nur zufällig entdeckt, weil sie in vielen Fällen keine Beschwerden bereiten. Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Gewebeansammlungen, die meist in den Eierstöcken liegen und bei jüngeren Patientinnen häufig von selbst wieder verschwinden. Myome sind gutartige Knoten der Gebärmuttermuskulatur. Vier von fünf Patientinnen bleiben beschwerdefrei; jedoch können Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen, Blutungsstörungen oder Schmerzen verursachen und sogar eine Schwangerschaft verhindern.
Endometriose
Bei der Endometriose findet sich an verschiedenen Stellen im Unterbauch verändertes Gewebe, dessen Struktur der Schleimhaut in der Gebärmutter (Endometrium) ähnelt. Eine Endometriose kann sehr schmerzhaft sein, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Blasen- oder Darmproblemen führen.
Senkungszustände der Gebärmutter und der Scheidenwände
Vor allem ältere Frauen sind häufig von einer Senkung oder einem Vorfall sowie unfreiwilligem Harnabgang (Inkontinenz) betroffen
Gebärmutter- und Eierstockkrebs
Rund 9.000 Frauen in Deutschland werden jährlich mit der Diagnose Eierstockkrebs konfrontiert. Diese Krebsart ist sehr aggressiv und bildet schnell Metastasen.
Etwas häufiger (ca. 11.300 Fälle pro Jahr ) sind Krebserkrankungen der Gebärmutter. Sie treten vor allem zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr auf; Blutungen nach den Wechseljahren können ein Warnsignal sein.
Gebärmutterhalskrebs kann schon zwischen 35 und 39 Jahren auftreten, doch der Altersdurchschnitt liegt bei 60 bis 65 Jahren. Diese Krebsart ist häufig Folge einer Infektion mit bestimmten Formen des Papillom-Virus, das z.B. bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen wird. Im Anfangsstadium verursacht Gebärmutterhalskrebs keine Beschwerden, später entstehen häufig Schmerzen durch Ausbreitung des Tumors in die Nachbarorgane


