Behandlungsschwerpunkt: Gebärmutteroperationen
Das kranke Organ muss nicht in jedem Fall „raus“
Viele Eingriffe an der Gebärmutter und den Eierstöcken werden heute ohne Gebärmutterentfernung durchgeführt. Myome oder Polypen können zum Beispiel mit minimal-invasiver Operationstechnik herausgeschält werden. Doch bei vielen Indikationen geht es nicht ohne eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie). Etwa bei Tumoren, bei großen oder ungünstig gelegenen Muskelgeschwülsten (Myomen), bei ständig wiederkehrenden Blutungen oder bei ausgeprägten Senkungszuständen der Gebärmutter.
Die Patientin wird bei entsprechender Diagnose vom Gynäkologen zu uns überwiesen oder kommt direkt in die Sprechstunde der Klinik. Nach eingehender Untersuchung werden alle Befunde besprochen und ein Operationstermin im Krankenhaus vereinbart.
Vor der OP
Die Aufnahme erfolgt einen Tag davor. Die Voruntersuchungen umfassen z.B. Lungenröntgen, EKG, spezielle Blutabnahmen und die Beurteilung der Narkosefähigkeit. Der Gynäkologe bespricht alle Details mit der Patientin, wobei er auch auf mögliche Komplikationen bei der Operation eingeht. Für den Eingriff sind jeweils eine schriftliche Einwilligung in die Operation und eine in die Narkose notwendig. Danach kann die Patientin, hoffentlich beruhigt, dem nächsten Tag entgegen schlafen.
Der Operationstag
Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt.
Den Gynäkologen stehen drei Methoden zur Verfügung: Eingriff durch einen Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie), durch die Scheide (vaginale Hysterektomie) oder mittels Bauchspiegelung (minimal invasive laparoskopische Hysterektomie). Welche schließlich gewählt hat, hängt von den anatomischen und medizinischen Besonderheiten, aber auch vom Wunsch der Patientin ab.
Nach der OP
Etwa 4 bis 6 Tage bleibt die Patientin zur Erholung in der Klinik. Die Gesamtzeit der Arbeitsunfähigkeit beträgt ungefähr vier Wochen.


