Behandlungsschwerpunkt: Spina bifida
Erkennbar oft schon vor der Geburt
Der Ausdruck Spina bifida setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen spina (= Stachel, medizinisch: Knochenvorsprung) und bifidus (= in zwei Teile gespalten). Übersetzt werden kann er mit gespaltene Wirbelsäule (umgangssprachlich: Offener Rücken)
Spina bifida entsteht schon im ersten Monats der Schwangerschaft durch eine Verschlussstörung des Neuralrohrs. Durchschnittlich tritt sie in Mitteleuropa bei einem von 1.000 Kindern auf, Mädchen sind etwas häufiger betroffen als Jungen. Durch Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft wird die Fehlbildung heute oft schon vor der Geburt erkannt. Beim Neugeborenen ist die Diagnose sofort möglich –die Fehlbildung am Rücken ist sichtbar. Oft betrifft sie den Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins, seltener ist sie im Bereich von Brust- und Halswirbelsäule zu finden. Oft tritt gemeinsam mit Spina bifida ein Hydrocephalus (Ansammlung von Hirnwasser in den Hirnwasserkammern) auf.
Je nach Schweregrad der Rückenmarksschädigung, sind Menschen mit Spina bifida kaum oder aber sehr stark körperlich beeinträchtigt. Probleme beim Gehen sind ebenso möglich wie Querschnittslähmungen. Die geistige Entwicklung des Kindes ist beim alleinigen Vorliegen einer Spina bifida in der Regel nicht beeinträchtigt, zusätzliche Fehlbildungen des Gehirns oder ein Hydrocephalus können die Prognose aber negativ beeinflussen.


