Kompetenz und Fürsorge für Ihre Gesundheit

Behandlungsschwerpunkt: Neonatologie


Wie wird die Qualität dieses Eingriffes am Klinikum Dritter Orden überprüft?

Die Qualität der Versorgung und Behandlung Frühgeborener wird anhand festgelegter Qualitätsindikatoren in regelmäßigen Zeitabständen bewertet. Als Maß gelten die Ergebnisse bei den sogenannten sehr kleinen Frühgeborenen (unter 1500g Geburtsgewicht). Dazu gehören Indikatoren wie die Überlebensrate, Verweildauer oder die Häufigkeit des Auftretens von typischen Erkrankungen. Durch den Vergleich der Daten der anderen am Qualitätssicherungsprogramm teilnehmenden Kliniken und Zentren können Behandlungsqualität kontrolliert und gesichert werden, und wertvolle medizinische Hinweise gewonnen werden. Auch die Neonatologie des Dritten Ordens beteiligt sich deshalb seit Jahren an der bayerischen Neonatalerhebung auf freiwilliger Basis.
Um eindeutige Aussagen treffen zu können, wie „gut“  eine medizinische Behandlung tatsächlich ist, werden im Dritten Orden regelmäßig anspruchsvolle Qualitätskontrollen durchgeführt. Unabhängige externe Einrichtungen und Qualitätsmanagement-Beauftragte zertifizieren dabei die Qualität der medizinischen Versorgung anhand vorgeschriebener Indikatoren.
Um Patienten und Angehörige über die Behandlungsqualität am Dritten Orden zu informieren, sollen hier die aktuellen Bewertungen zur entsprechenden Behandlung offen gelegt werden. Die Prüfung wird jedes Jahr von neuem durchgeführt. Auf diesen Seiten finden Sie die Ergebnisse von 2006 und 2007.


Qualitätsindikator: Fallzahl und Überlebensrate
Qualitätsindikator: Stationärer Aufenthalt und Entlassungsgewichte
Qualitätsindikator: Auftreten der Frühgeborenen-Retinopathie



Qualitätsindikator: Fallzahl und Überlebensrate


Entscheidend für Frühgeborene mit geringem Geburtsgewicht ist die ausreichende Erfahrung spezialisierter Kliniken. Denn in diesen Kliniken kann eine optimale Behandlung gewährleistet werden. Ein wichtiger Indikator für eine spezialisierte Klinik kann die Anzahl der behandelten Fälle und die Überlebensrate der Frühgeborenen sein. Hohe Fallzahlen sprechen für eine umfassende Erfahrung der jeweilligen Klinik und können die Chancen der zu früh und untergewichtig zur Welt Gekommenen auf ein gesundes Überleben deutlich erhöhen.
Das Perinatalzentrum des Klinikums Dritter Orden liegt mit der Behandlung von 55 bzw. 69 Frühlingen unter 1500g Geburtsgewicht weit über dem bayerischen Durchschnitt. Auch die Ergebnisse der Überlebenden sind hoch: 2006 / 2007 lag die Überlebensrate lag bei 98,2 bzw. 88,4 %.


Durchschnittliche Anzahl der behandelten Neugeborenen mit weniger als 1500 g Geburtsgewicht:
Prozentualer Anteil der verstorbenen Neugeborenen mit weniger als 1500 g Geburtsgewicht.:


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Qualitätsindikator: Stationärer Aufenthalt und Entlassungsgewichte


Ein Indikator für die Qualität der Behandlung ist die Dauer des stationären Aufenthaltes und das Gewicht bei der Entlassung der kleinen Patienten. Generell gelten eine möglichst kurze stationäre Behandlung und eine rasche Gewichtszunahme als erstrebenswert. Sie sprechen für eine erfolgreiche und effektive Förderung der physiologischen Reifung und Gesundung des Neugeborenen und machen eine rasche und ungestörte Eltern-Kind-Bindung möglich. In der Neonatologie des Dritten Ordens wurden 2007 Frühgeborene im Durchschnitt nach 60 Tagen mit einem Gewicht von 2325 g entlassen.

Mittlere Verweildauer Frühgeborener mit weniger als 1500 g Geburtsgewicht:

Mittleres Entlassungsgewicht Frühgeborener mit weniger als 1500 g Geburtsgewicht:


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Qualitätsindikator: Die Frühgeborenen-Retinopathie

Die Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) ist eine häufige und schwerwiegende Komplikation in der neonatologischen Intensivmedizin. Bei dieser Erkrankung kommt es aufgrund der vorzeitigen Geburt zu einer Unterbrechung des physiologischen Entwicklungsprozesses der Netzhaut. Daher kommt es bei frühgeborenen Kindern, insbesondere solchen, die aufgrund eines Atemnotsyndroms im Brutkasten mit Sauerstoff beatmet werden müssen, einerseits zu einer Unterbrechung der Gefäßbildung in der Netzhaut, andererseits zu einer vermehrten Entstehung von krankhaften Gefäßen. In vielen Fällen ist die Erkrankung nur mit leichten Schädigungen verbunden. In schweren Fällen können Vernarbungen, Kurzsichtigkeit bis hin zur Erblindung auftreten.
Man teilt die Erkrankung je nach Schweregrad häufig in vier Stadien ein. Eine geringes Auftreten der Retinopathie spricht für gute Behandlungsqualität durch die Beatmung gefährderter Neugeborener mit möglichst moderaten Sauerstoffpartialdrücken und zeitgerechten Kontrolluntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung.


Auftreten der Retinopathie (bis Stadium 2) bei Frühgeborenen mit weniger als 1.500 g Geburtsgewicht


Auftreten der Retinopathie (Stadium 3 oder darüber) bei Frühgeborenen mit weniger als 1.500 g Geburtsgewicht


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