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30. Juni 2021

Gemeinsam stark für die Allerkleinsten: Universitätsklinikum rechts der Isar und Klinikum Dritter Orden München

Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) und das Klinikum Dritter Orden München beginnen eine neue Kooperation, um die medizinische Versorgung von zum Teil schwerkranken Früh- und Neugeborenen auf höchstem Niveau sicherzustellen. Zum 1. Juli wird am Klinikum rechts der Isar eine eigenständige Klinik und Poliklinik für Neonatologie gegründet, ab Herbst soll am Klinikum Dritter Orden eine Hochschulambulanz in Betrieb gehen. Ein Lehrstuhl für Neonatologie rundet das gemeinsame Engagement ab, um auch Forschung und Lehre auf diesem Gebiet auszubauen. Damit gewinnt das Universitätsklinikum rechts der Isar mit dem Klinikum Dritter Orden einen wichtigen Partner im Bereich der Kindermedizin.
 
Natürlich bleibt das Perinatalzentrum am Klinikum Dritter Orden ein eigenständiger wichtiger Schwerpunkt des Hauses. Durch die neue Partnerschaft mit dem Klinikum rechts der Isar und die bereits seit Jahren bestehende Kooperation mit der BRK Frauenklinik e.V. erwächst aber ein noch größerer neonatologischer Verbund, der die gesamte Perinatologie an den verschiedenen Standorten mit einbezieht und untereinander noch stärker vernetzt. Seitens der TU wird dadurch eine noch größere Zahl der Geburten in München akademisch nachverfolgbar sein, nämlich rund 8.500 Geburten pro Jahr.

„Durch diese Zusammenarbeit unterstützen wir die Jüngsten unserer Gesellschaft und deren Familien", sagt Prof. Markus Schwaiger, bis 30. Juni 2021 Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums rechts der Isar. Prof. Stephan Kellnar, Ärztlicher Direktor des Klinikums Dritter Orden, erklärt ergänzend: „Wir sind sehr glücklich, dass wir die Neugeborenenmedizin nun gemeinsam auf universitärem Niveau weiterentwickeln und somit nicht zuletzt neue Perspektiven für Lehre und Forschung schaffen können."

Den neuen Bereich für Neonatologie – also die Klinik und Poliklinik, den Lehrstuhl und die Hochschulambulanz – wird Prof. Jochen Peters kommissarisch leiten, ein erfahrener Kinderarzt mit dem fachlichen Schwerpunkt Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, der mit seinem Team im Klinikum Dritter Orden pro Jahr auch um die vierzig extreme Frühchen unter 1.000 Gramm behandelt. Seine Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die er seit 2004 leitet, ist ein Teil des Perinatalzentrums der höchsten Versorgungsstufe hier am Klinikum Dritter Orden, also eines, dessen Ausstattung und Qualifikation höchste Anforderungen erfüllt. Seine Einschätzung:

„Die neue Kooperation ist für alle Seiten ein Gewinn. Durch die engere Verzahnung der Pränatalmedizin, der Geburtshilfe und der Neonatologie an den verschiedenen Standorten werden sicher neue Synergien entstehen. Die Brücke zur Universitätsmedizin hat zudem großes Potenzial und ist ein wichtiges Aushängeschild. Die Hochschulambulanz ist hierfür ein gutes Beispiel. Für Familien mit einem kranken Neugeborenen ist sie eine wichtige Anlaufstelle. Viele von ihnen sind auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auf eine besondere Betreuung angewiesen, beispielsweise nach einer extremen Frühgeburt oder bei angeborenen Fehlbildungen. Kinder mit Krankheiten, die ihren Ursprung rund um die Geburt haben, können künftig in der Hochschulambulanz am Klinikum Dritter Orden weiterbetreut werden. Im Bedarfsfall kann hier auf die gesamte Logistik und Expertise unserer Kinderklinik zurückgegriffen werden. Und auch auf die aller benachbarten Disziplinen. In Nymphenburg bieten wir neben der Kinderchirurgie u. a. das gesamte Versorgungsspektrum der Kinder- und Jugendmedizin an, so dass wir beispielsweise auch unsere Kindergastroenterologen, Neuropädiater, Kindernephrologen, Kinderkardiologen und Kinderdiabetologen jederzeit in die Behandlung einbeziehen können.
Abgerundet wird das Angebot durch unser Sozialpädiatrisches Zentrum am Klinikum Dritter Orden. Hier können Kinder, die schwierige, komplizierte Verläufe hatten oder unter schweren chronischen Krankheiten leiden, weiterbetreut werden. Eine Komplexversorgung, mit Kinderärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Logo- und Ergotherapeuten sowie weiteren Spezialisten ergänzt damit das Versorgungsspektrum, das Hochschulambulanz und die Kinderklinik bieten."

 

Kontakt:
Petra Bönnemann
- Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Telefon: 089 1795-1712
petra.boennemann@dritter-orden.de