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14. November 2017

Leistenbruch & Co. - Was kann man tun?

Wenn innere Schichten der Bauchwand einreißen und Eingeweide ihren angestammten Platz verlassen bzw. sich durch die entstandene Bruchlücke in den sogenannten Bruchsack verlagern, kann dies sehr unangenehm, wenn nicht sogar schmerzhaft sein. Mediziner sprechen dann von einer Hernie. 
Beim Gesundheitsforum „Gesundheit informativ" der Münchner Volkshochschule am Dienstag, 14. November 2017 berichtete Dr. Detlef Krenz, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Dritter Orden, dass sich Leistenbrüche und andere Hernien der Bauchwand wie Nabel- und Narbenbrüche bei zwei bis vier Prozent der Bevölkerung ausbilden, wobei das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter steige.

Mit deutschlandweit etwa 200.000 Eingriffen jährlich zählen sie zu den am häufigsten chirurgisch zu behandelnden Erkrankungen überhaupt. Hernien lassen sich mit einer Vielzahl von Operationsverfahren behandeln, wobei bei den meisten Patienten heutzutage ein Kunststoffnetz an der Schwachstelle eingebracht wird. Aus seiner langjährigen Praxis wusste der erfahrene Hernien-Spezialist zu berichten, dass der Chirurg die passende OP-Technik sehr individuell in Abstimmung mit dem Patienten festlegen muss, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

In seinem Vortrag führte Dr. Detlef Krenz aus, welche unterschiedlichen Hernienformen es gibt, welche Faktoren für die Entstehung eines Eingeweidebruchs ursächlich und welche Symptome für diese Erkrankung kennzeichnend sind. Daneben beleuchtete er, wie Hernien sich mittels sorgfältiger Anamnese, körperlicher Untersuchung und Ultraschalldiagnose schnell und zuverlässig feststellen lassen.

Nicht zuletzt stellte der Viszeralchirurg alle heute verfügbaren Operationsverfahren vor. Wann die Indikation zum chirurgischen Eingriff bei einem Leistenbruch steht und ob Operationen auch in Lokalanästhesie möglich sind, war ein weiterer Schwerpunkt seiner inhaltlichen Ausführungen. Konkrete Empfehlungen für das Verhalten nach der Operation rundeten den Vortrag ab.

Die Veranstaltung war ein gemeinsames Angebot der Volkshochschule München und des Klinikums Dritter Orden. Auf Fragen der Zuhörer wird ausführlich eingegangen.

 

Kontakt:
Petra Bönnemann
- Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Telefon: 089 1795-1712
petra.boennemann@dritter-orden.de