Nach oben

16. November 2017

Klinikum Dritter Orden läutet Welt-Frühgeborenen-Tag 2017 schon am Vortag mit der Einweihungsfeier eines besonderen Rückzugsortes für Eltern von Frühchen ein

Mit finanzieller Unterstützung mehrerer Spender ist in der Kinderklinik des Klinikums Dritter Orden ein Aufenthalts- und Rückzugsraum für Eltern eingerichtet worden, deren Kinder auf der Intensivstation oder der neonatologischen Intermediate Care Station behandelt werden. Eine kleine Atempause ist für sie in dieser schwierigen Lebenssituation wichtig, um neue Kräfte generieren zu können. Heute wurde der Ruheraum nun mit einigen vertretenen Spendern und Mitarbeitern des Klinikums Dritter Orden offiziell eingeweiht.
Eltern, deren Kinder auf der Intensivstation bzw. der neonatologischen Intermediate Care Station des Klinikums Dritter Orden behandelt werden, finden seit einiger Zeit in einem eigenen Aufenthaltsraum einen wichtigen Rückzugsort, losgelöst vom hoch-modernen Kliniksetting.
 
Der heutige Tag vor dem Welt-Frühgeborenen-Tag wurde zum Anlass genommen, das behaglich ausgestattete Elternzimmer gemeinsam mit den Spendern – darunter auch Silke Mader, Vorsitzende der European Foundation for the Care of Newborn Infants sowie Dr. Jörg Peter Heimel von der Carry Each Other Stif-tung für frühgeborene Kinder – feierlich einzuweihen.
 
Wenn ein zu früh geborenes Baby oder ein schwererkranktes bzw. –verletztes Kind auf eine intensiv-medizinische (neonatologische) Behandlung angewiesen ist, dann möchten die betroffenen Eltern ihre Kinder durch diese kritische Lebensphase liebevoll begleiten. Daher verbringen auch sie viele Stunden und Tage im Krankenhaus. An der Seite ihres Kindes durchleben sie oft Krisen und Ängste, die den betroffenen Eltern viel Kraft abverlangen. Umso wichtiger ist, dass sie sich während ihres Klinikalltages regenerieren können.

„Den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich während ihres Besuches am Patientenbett vom Klinikalltag eine kleine Auszeit zu nehmen, war uns ein großes Anliegen", berichtet Prof. Dr. Jochen Peters, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dritter Orden. „Wir sind davon überzeugt, dass modernste Technik und Medizin nicht allein für den Behandlungserfolg entscheidend sind. Die Gegenwart der Eltern und Angehörigen ist für die uns anvertrauten Kinder ebenfalls von großer Wichtigkeit", so der Neonatologe und Inten-sivmediziner weiter. In dem Aufenthaltsraum können die Eltern neue Kraft und Energie sammeln, um ihrem kranken Kind weiterhin beizustehen.

Dank großzügiger finanzieller Unterstützung von privaten Spendern sowie der Europäischen Stiftung für Früh- und Neugeborene EFCNI, der Carry Each Other Stiftung für frühgeborene Kinder und dem Fanclub EHCfans-ontour München e.V., ist ein sehr ansprechender Ruhe- und Rückzugsraum mit bequemen Möbeln und angenehmer Beleuchtung entstanden, der von den Eltern sehr geschätzt und gerne genutzt wird.
 
Jedes zehnte Neugeborene weltweit ist ein Frühchen. Zum Zeitpunkt ihres Lebensbeginns sind wichtige Organe und Körperfunktionen in der Regel noch nicht vollständig entwickelt. Von Anfang an müssen diese Kinder daher wichtige Herausforderungen meistern. Eine individuelle, entwicklungsfördernde Pflege und optimale medizinische Versorgung von Frühgeborenen gleich zu Beginn ist als wichtige Hilfestellung für die kleinen Kämpfer ebenso unablässlich, wie die Unterstützung durch die Eltern an ihrem Patientenbett.

Im Perinatalzentrum des Klinikums Dritter Orden werden 650 Früh- und Neugeborene neonatologisch betreut. Darunter etwa 65 Frühgeborene, deren Geburtsgewicht weniger als 1.500 Gramm ausmacht. Hinzukommen über 30 weitere Kinder, deren Gewicht bei unter 1.200 Gramm liegt.
 

 

Kontakt:
Petra Bönnemann
- Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Telefon: 089 1795-1712
petra.boennemann@dritter-orden.de