Behandlungsschwerpunkt: Lungenspiegelung
Warum wird die Lungenspiegelung nötig?
Die Lunge ist ein paarig angelegtes Körperorgan im Brustraum, das
der Atmung dient – hier wird der Sauerstoff aus der Umgebungsluft in
den Blutkreislauf aufgenommen und Kohlendioxid aus dem Blutkreislauf in
die Umgebungsluft abgegeben. Die Luft gelangt über die Luftröhre in
die Lunge, die Luftröhre teilt sich in eine Serie von verzweigten
Luftwegen, die Bronchien genannt werden. Durch diese gelangt die Luft
in Millionen kleiner „Säckchen“ (Alveolen).
Der Begriff Bronchoskopie setzt sich aus den griechischen Wörtern
Bronchus (Luftröhre) und skopein (betrachten) zusammen. Die
Untersuchung findet statt mit Hilfe eines Bronchoskops. Das ist ein
meist weicher dünner Schlauch, der an der Spitze mit einer Kamera,
einer Lichtquelle, mit Zugängen für das Spülen und Absaugen sowie
Arbeitskanälen zum Einführen weiterer Instrumente versehen ist. Mit ihm
können die größeren Atemwege (Luftröhre und große Bronchien bis zu
ihrer ersten bis zweiten Verzweigung einsehbar gemacht werden.
Wichtig wird diese innere „Betrachtung“ immer dann, wenn ein „Schatten
auf der Lunge“ abgeklärt werden muss. Weitere Indikationen:
anhaltender, unklarer Husten; Bluthusten; Lungenentzündung mit unklarer
Ursache; Narbenlunge (Lungenfibrose); starke Verschleimung, die nicht
abgehustet werden kann.Bei der Untersuchung können Sekret und
Gewebeproben zur bakteriologischen oder feingeweblichen Untersuchung
gewonnen werden. Das ermöglicht in sehr vielen Fällen eine genaue
Diagnose.
Darüber hinaus kann eine Bronchoskopie zu therapeutischen Zwecken durchgeführt werden. Zum Beispiel, um Fremdkörper (wie kleine Knochen, Erdnüsse) zu entfernen, für die Laserbehandlung gewisser Tumoren, für das Einsetzen von Stents (Röhren aus Metallgeflecht oder Kunststoff, die stark verengte Anteile von Luftröhre oder Bronchien. Offen halten sollen).
In der Hand eines erfahrenen Arztes ist die Bronchoskopie eine sichere
und effiziente Methode für die Diagnostik und Therapie verschiedener
Erkrankungen der Atmungsorgane.
- Einsatzgebiete der flexiblen Bronchoskopie:
- • Suche nach Lungentumoren
- • Biopsie (Entnahme von Gewebeproben)
- • Durchführung einer Bronchiallavage
- • Probenentnahme zur mikrobiologischen Untersuchung auf Keime (Bakterien, Pilze, Parasiten)
- • Abklärung von Verengungen der Atemwege
- • Feststellung von Bereichen mit Minderbelüftung der Lunge (so genannte Atelektasen)
- • Planung von lokaler Tumor- bzw. Strahlentherapie.
- • Freispülen und Absaugen eines Schleimpfropfes
- • Korrektur der Lage eines Beatmungsschlauches
- • Optische Unterstützung beim Einführen eines Beatmungsschlauches
(fiberoptische Intubation)
- oder beim Eröffnen de Luftröhrenwand (Punktionstracheotomie)
- • Stillung von Blutungen
- • Entfernung von Fremdkörpern (mit dem zusätzlichen Einsatz starrer Instrumente)


