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10. Mai 2019

Das TCE im Film – Einblicke in den Therapiealltag von Patienten mit Magersucht, Bulimie und Binge Eating

Charakteristische Szenen aus dem TCE: Ein mit Unterstützung aktueller und ehemaliger Patientinnen sowie der Schule für Kranke gedrehter Informationsfilm zeigt, wie ein Tag im Therapie-Centrum für Essstörungen in der Lachnerstraße 41 üblicherweise abläuft.
 

Wie sieht der Alltag im TCE – Therapie-Centrum für Essstörungen aus? Welche Atmosphäre erwartet mich hier und wer sind die Menschen, die dort arbeiten? Welche Phasen umfasst das TCE-Behandlungskonzept und welche Bausteine beinhaltet die Therapie? Was bitte ist eine feste Essstruktur und was soll die Erprobung von Alltag mir nützen? Überhaupt, warum ist das 1989 gegründete TCE in der Kliniklandschaft seit nunmehr 30 Jahren einzigartig?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der im Auftrag des Klinikums Dritter Orden gedrehte Informationsfilm, der am Donnerstagabend, 9. Mai 2019, bei der Jubiläumsfeier „30 Jahre TCE" im Schlosscafé des Palmenhauses (Schlosspark Nymphenburg) gegen 19.00 Uhr vor geladenen Gästen Premiere hatte.

„Der Film gibt Betroffenen und deren Angehörigen sowie allen Interessierten die Möglichkeit, sich anschaulich darüber zu informieren, wie das Leben im TCE aussieht und die Therapie bei uns abläuft", freut sich Dr. Karin Lachenmeir, die das TCE seit 2008 leitet. Vor dem Schritt, sich in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben, erzählt die Psychologische Psychotherapeutin, schreckten viele Betroffene häufig auch deshalb zurück, weil sie nicht wüssten, was sie bei dieser erwarte. Dabei biete der frühzeitige Beginn einer Therapie in einem geeigneten Umfeld aber gerade bei Kindern und Jugendlichen die besten Chancen, eine Essstörung langfristig zu überwinden.

„Deshalb freut es uns umso mehr, dass uns viele unserer aktuellen und ehemaligen Patienten bei diesem Filmprojekt unterstützt haben", berichtet Lachenmeir. Sei es im Vorfeld, als sie der Fernsehjournalistin Annette Hammerschmidt bei ihrer Recherche für den Film viele hilfreiche Anregungen gaben, welche Inhalte die Reportage über das TCE transportieren sollte. Sei es bei den mehrtägigen Dreharbeiten selbst, als sie während unterschiedlicher Therapiesitzungen, beim Unterricht in der Schule für Kranke, in ihrer Freizeit und bei einer Mahlzeit vor der Kamera von Carsten Hammerschmidt standen.

„Uns war es besonders wichtig, dass der Film in erster Linie die Sicht unserer Patienten vermittelt und das TCE weniger aus der Perspektive der Therapeuten zeigt. Und tatsächlich sind dem Filmteam dank der Mitwirkung unserer Patienten Momentaufnahmen gelungen, die das Therapiegeschehen und Leben in unseren Therapeutischen Wohngruppen für den Zuschauer erlebbar machen", freut sich Lachenmeir. Letztlich, zeigt sie sich dankbar, sei das Filmprojekt aber nur aufgrund der praktischen Hilfestellung zu verwirklichen gewesen, welche die Staatliche Schule für Kranke im Rahmen eines eigenen Unterrichtsprojekts geleistet hatte. Im Unterricht hatte sich Studienrätin Tanja Wengner mit ihren Schülern, den Patientinnen des TCE im Alter zwischen 12 und 15 Jahren, mit dem Medium Film und der Wirkung von bewegten Bildern auseinandergesetzt und erste Ideen für den Inhalt des Films gesammelt.

Hier geht´s zum >>> Film auf YouTube <<<

 

 

Kontakt:
Petra Bönnemann
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 089 1795-1712
petra.boennemann@dritter-orden.de