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Klinik für Gefäßchirurgie

Chefarzt:
Dr. Agamemnon Sotiriou

Sekretariat:
Telefon: 089 1795-2801
Telefax: 089 1795-2803

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Klinik für Gefäßchirurgie

Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie

Die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Dr. Agamemnon Sotiriou befasst sich mit allen akuten und chronischen Erkrankungen von Arterien und Venen auf hochmodernem medizinischen Niveau. In enger Zusammenarbeit mit Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen wird dabei eine individuell auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Therapie angeboten. Die Versorgung erfolgt nach Möglichkeit minimalinvasiv, also endovaskulär und ohne Hautschnitte. Erst wenn dies nicht mehr möglich ist und auch medikamentöse Verfahren keinen Erfolg versprechen, wird eine Operation erforderlich. Dabei ist ein hohes Maß an Spezialisierung und individueller Planung notwendig.

Durch eine 24/7-Facharztbereitschaft können wir für jeden Patienten rund um die Uhr die bestmögliche Behandlung garantieren.

Team

Klinik für Gefäßchirurgie

Chefarzt
Dr. Agamemnon Sotiriou

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Gefäßchirurgie, zert. Endovaskulärer Chirurg (DGG), zert. Endovaskulärer Spezialist (DGG), Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin, Sportmedizin

Leitender Oberarzt
Erhard Knall

Facharzt für Gefäßchirurgie

Oberarzt
Dott. Simone Arcidiacono

Facharzt für Gefäßchirurgie

Oberarzt
Dr. Serkan Buyar

Facharzt für Gefäßchirurgie, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zusatzbezeichnung: Wundexperte nach I.C.W., Notfallmedizin

Oberarzt
Dr. Julian Klepper, MHBA

Facharzt für Gefäßchirurgie, zert. Endovaskulärer Chirurg (DGG)

Fachärztin
Yvonne Tellez Schnaas

Fachärztin für Gefäßchirurgie

Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Klinik:
Christoph Großhauser, Benjamin Keinert-Weth, Philipp Ramstöck, Clara Staupendahl, Dr. Frieda-Marie Tyralla

Leistungen

  • Durchblutungsstörungen an Beinen und Armen
    Die pAVK – Ursachen und Krankheitsbild
    Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entsteht meist durch arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße. Dabei führen Ablagerungen in den Arterien zu einer zunehmenden Verengung und beeinträchtigen die Durchblutung der betroffenen Extremitäten.

    Je nach Ausprägung kann die Erkrankung zunächst beschwerdefrei verlaufen oder sich durch Schmerzen und ein Schweregefühl bei Belastung bemerkbar machen. Typisch ist die sogenannte Schaufensterkrankheit: Die Beschwerden treten beim Gehen auf und bessern sich nach einer kurzen Ruhepause. In fortgeschrittenen Stadien kann die Durchblutung so stark eingeschränkt sein, dass Schmerzen bereits in Ruhe auftreten und Wunden an den Füßen oder Beinen nur noch schlecht abheilen.

    In unserer Klinik behandeln wir das gesamte Spektrum der pAVK – von belastungsabhängigen Beschwerden wie der sogenannten Schaufensterkrankheit bis hin zu schwersten Durchblutungsstörungen mit drohendem Verlust der Extremität. Je nach Befund setzen wir sowohl auf bewährte operative Verfahren wie die Bypasschirurgie als auch auf moderne, minimalinvasive Katheterverfahren.

    Atherektomie an Unterschenkelgefäßen
    Unsere Klinik gehört zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die Atherektomieverfahren auch an sehr kleinen Unterschenkelgefäßen mit einem Durchmesser von teilweise unter 2 mm einsetzen.

    Bei der Atherektomie wird das arteriosklerotische Plaquematerial mithilfe eines speziellen Katheters mechanisch aus dem Gefäß entfernt. Anders als bei einer Ballonaufdehnung (PTA) oder der Implantation eines Stents wird die Verengung dabei nicht lediglich aufgedehnt oder mit einer Gefäßstütze offengehalten.

     

    Gerade bei stark verkalkten oder komplexen Gefäßverengungen kann die Atherektomie eine schonende Behandlungsmöglichkeit darstellen. Dies gilt insbesondere für die kleinen Unterschenkelarterien, bei denen der Einsatz von Stents aufgrund des geringen Gefäßdurchmessers häufig schwierig ist. In geeigneten Fällen lässt sich das Gefäß so ohne dauerhaften Fremdkörper wiedereröffnen.

    Bei Menschen mit Diabetes mellitus finden sich Verengungen besonders häufig an den Unterschenkelarterien. Bei Raucherinnen und Rauchern sind dagegen häufiger die Gefäße im Bereich des Oberschenkels oder Beckens betroffen. Mit zunehmendem Alter treten jedoch auch Kombinationen verschiedener Gefäßverengungen auf.

    Je nach Erkrankungsbild ergänzen wir die Behandlung durch medikamentöse Infusionstherapien mit Prostaglandinen und ein gezieltes Gehtraining.

  • Aortenaneurysma
    Was ist ein Aortenaneurysma? 
    Aortenaneurysmen sind krankhafte Aussackungen der Hauptschlagader (Aorta). Sie können sowohl im Bauchraum als auch – seltener – im Brustkorb auftreten. Unbehandelt kann ein Aneurysma mit zunehmender Größe ein erhebliches Risiko darstellen.

    Computertomographische Darstellung eines Bauchaortenaneurysmas (Durchmesser 8cm), das nahe an die Abgänge der Nierenarterien und Darmarterien heranreicht

    Minimalinvasive Behandlung
    In unserer Klinik werden mehr als 90 Prozent der Aortenaneurysmen minimalinvasiv mit einer Stentprothese behandelt. Bei diesem Verfahren wird die Gefäßwand von innen durch eine Stentprothese stabilisiert, sodass eine offene Operation mit Eröffnung des Bauchraums oder Brustkorbs in den meisten Fällen vermieden werden kann.

    Dadurch lässt sich die Belastung für die Patientinnen und Patienten deutlich reduzieren. Auch der Krankenhausaufenthalt ist in der Regel kurz und beträgt nach der Behandlung eines Bauchaortenaneurysmas (EVAR) oder eines thorakalen Aortenaneurysmas (TEVAR) meist nur wenige Tage.

    Behandlung komplexer Aortenaneurysmen
    Auch bei komplexen Aneurysmen mit Beteiligung wichtiger Seitengefäße, beispielsweise der Nieren- oder Darmarterien, verfügen wir über umfangreiche Erfahrung. Hier kommen individuell angefertigte, fenestrierte oder gebranchte Stentprothesen (fEVAR bzw. bEVAR) zum Einsatz.

     

    Diese maßgefertigten Prothesen verfügen über spezielle Öffnungen oder Seitenarme, durch die die wichtigen Organarterien weiterhin durchblutet werden können. Das ist insbesondere dann erforderlich, wenn sich ein Aneurysma bis in den Bereich des Zwerchfells und damit in die Nähe der Eingeweidearterien ausdehnt.

    Auch im Brustkorb können wir komplexe Aneurysmen mit Beteiligung der Schlüsselbeinarterie mithilfe spezialisierter Stentprothesen behandeln.

    Rekonstruktion nach endovaskulärer Ausschaltung des Aneurysmas mit vierfach gefensterter Stentprothese

    Moderne Ausstattung und Qualitätssicherung
    Für diese hochspezialisierten Eingriffe steht in unserem Haus ein nach modernsten Standards ausgestatteter Hybrid-Operationssaal mit einem Bildgebungssystem der neuesten Generation zur Verfügung.

    Unsere Klinik erfüllt die Anforderungen der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Qualitätssicherung der stationären Versorgung bei Bauchaortenaneurysmen. Zudem werden alle entsprechenden Behandlungen im Register des Deutschen Instituts für Gefäßchirurgische Gesundheitsforschung (DIGG gGmbH) erfasst.

     

  • Engstelle der Halsschlagader (Carotisstenose)
    Halsschlagaderverengung: Schlaganfallrisiko rechtzeitig erkennen und senken

    Was ist eine Karotisstenose?
    Die Halsschlagader, medizinisch Karotis genannt, entspringt der Hauptschlagader und versorgt das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut. Jeder Mensch hat eine Halsschlagader auf jeder Seite des Halses.
    Durch Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) können sich Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden, die das Blutgefäß zunehmend verengen. Diese Verengung wird als Karotisstenose bezeichnet.

    Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen höheres Lebensalter, Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes mellitus und eine erbliche Veranlagung zu Gefäßerkrankungen.

    Warum ist eine verengte Halsschlagader gefährlich?
    Eine Karotisstenose verursacht häufig zunächst keine Beschwerden. Dennoch kann sie das Schlaganfallrisiko deutlich erhöhen: Lösen sich Ablagerungen oder bilden sich Blutgerinnsel, können diese ins Gehirn gelangen und dort ein Blutgefäß verschließen.

    Mögliche Warnzeichen sind vorübergehende oder anhaltende Seh- und Sprachstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmungen oder andere neurologische Ausfälle. Auch vorübergehende Beschwerden können auf eine ernsthafte Durchblutungsstörung hinweisen und müssen umgehend abgeklärt werden.

    Bei plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall. Wählen Sie sofort den Notruf 112 – auch wenn die Beschwerden wieder nachlassen.

    Mit einer Ultraschalluntersuchung lässt sich feststellen, ob eine Verengung vorliegt und wie ausgeprägt sie ist. Bei einer hochgradigen Karotisstenose kann eine Behandlung auch dann erforderlich sein, wenn bislang keine Beschwerden aufgetreten sind.

    Behandlung: Operative Erweiterung der Halsschlagader
    Bei einer hochgradigen Verengung kann eine Operation dazu beitragen, das Schlaganfallrisiko zu senken. Ziel ist es, die Engstelle zu beseitigen und den Blutfluss zum Gehirn zu verbessern.
    Bei der sogenannten Karotisendarteriektomie legt der Chirurg die betroffene Halsschlagader über einen kleinen Schnitt am Hals frei und entfernt die gefäßverengenden Ablagerungen. Während des Eingriffs wird die Durchblutung des Gehirns überwacht.

    Die Operation dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten und kann je nach individueller Situation in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden. Ob ein Eingriff sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Ausmaß der Verengung, möglichen Beschwerden und dem individuellen Risiko ab.

    Der Behandlungsablauf
    Vorbereitung und Beratung
    Bei entsprechender Diagnose erfolgt die Überweisung durch den Hausarzt oder die Vorstellung direkt in unserer gefäßchirurgischen Sprechstunde. Nach einer gründlichen klinischen Untersuchung besprechen wir die vorliegenden Befunde und klären, welche Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist. Falls eine Operation empfohlen wird, vereinbaren wir einen Termin.

    Stationäre Aufnahme
    Die Aufnahme ins Krankenhaus erfolgt in der Regel am Tag vor der Operation. Zu den vorbereitenden Untersuchungen gehören – abhängig von der individuellen Situation – beispielsweise ein EKG, Blutuntersuchungen und die Beurteilung der Narkosefähigkeit. Weitere Untersuchungen werden bei Bedarf veranlasst.
    In einem ausführlichen Gespräch erläutert der behandelnde Chirurg den geplanten Eingriff, informiert über mögliche Risiken und beantwortet offene Fragen.

    Der Operationstag

    Über einen kleinen Schnitt am Hals wird die Halsschlagader freigelegt. Anschließend entfernt der Chirurg die Ablagerungen, die das Gefäß verengen. Während der Operation wird die Gehirndurchblutung kontinuierlich überwacht. Der Eingriff dauert in der Regel etwa 60 bis 90 Minuten.

    Nachsorge und Kontrolluntersuchungen
    Nach der Operation ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von etwa fünf Tagen vorgesehen. Die erste Kontrolluntersuchung findet üblicherweise sechs Wochen nach dem Eingriff statt, anschließend erfolgen jährliche Kontrollen.

    Auch langfristig ist es wichtig, die Risikofaktoren konsequent zu behandeln. Dazu gehören insbesondere die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker sowie der Rauchverzicht und regelmäßige Bewegung. Die weitere medikamentöse Behandlung, einschließlich einer gegebenenfalls notwendigen dauerhaften Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern, wird individuell festgelegt.

    Unser Behandlungsschwerpunkt: Halsschlagaderoperation
    Unser Ziel ist es, eine behandlungsbedürftige Verengung der Halsschlagader frühzeitig zu erkennen, das individuelle Schlaganfallrisiko einzuschätzen und gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten die geeignete Therapie zu planen.
  • Dialysezugänge
    Die Klinik für Gefäßchirurgie wurde gemeinsam mit dem Zentrum für Radiologie und dem KfH Nierenzentrum München-Laim offiziell zum interdisziplinären Shuntzentrum zertifiziert. Dieses Zertifikat wird nur bei Nachweis entsprechender Qualifikation, und hoher Anzahl von Shunteingriffen erteilt. Demensprechend führen wir die Anlage von Dialyseshunts sowie komplizierte Revisionseingriffe in hoher Anzahl durch. Hinzukommen Katheterimplantationen zur temporären Blutwäsche. In unserer Klinik besteht die Möglichkeit zur Dialyse in enger Kooperation mit unseren nephrologischen Partnern.
    Die Klinik für Gefäßchirurgie ist gemeinsam mit dem Zentrum für Radiologie und dem KfH Nierenzentrum München-Laim zum interdisziplinären Shuntzentrum zertifiziert. Dieses Zertifikat wird nur bei Nachweis der geforderten Qualifikation, Qualität und hoher Anzahl von Shunteingriffen erteilt.

     

  • Krampfadern
    Neben der klassischen Krampfaderoperation sowie Revisionseingriffen bieten wir auch moderne endovenöse Verfahren (Radiofrequenzobliteration) an. Der Eingriff kann sowohl ambulant als auch kurzstationär durchgeführt werden. Auch moderne Rekanalisationverfahren bei tiefer Beinvenenthrombose kommen bei entsprechender Indikation zum Einsatz. 
  • Chronische Wunden und diabetisches Fußsyndrom
    Unter Einbeziehung von zertifizierten Wundspezialisten wurde ein modernes Therapiemanagement etabliert. Zum Einsatz kommen sowohl u. a. Vacuumtherapie, Ultraschall-Debridement als auch Wundauflagen der neuesten Generation. Eine entsprechende Schuhversorgung bzw. maßangefertigte Einlagen werden während des Klinikaufenthaltes angepasst. Die Überleitung in die ambulante Betreuung erfolgt in enger Absprache mit Ihnen.

Ausbildung und Entwicklung

  • Weiterbildung & PJ in der Gefäßchirurgie
    Die Klinik für Gefäßchirurgie bietet eine 36-monatige Weiterbildung gemäß der alten Weiterbildungsordnung bzw. eine 60-monatige Weiterbildung nach der neuen Weiterbildungsordnung an. Ein strukturiertes Rotationsprogramm zur Ergänzung der noch fehlenden 12 Monate für die volle Weiterbildungszeit liegt vor.

    Zudem ist die Klinik als Wahlfach für das Praktische Jahr (PJ) anerkannt. Bewerbungen hierfür können in Kurzform direkt über das Sekretariat eingereicht werden.

Kontakt und Sprechzeiten

Klinik für Gefäßchirurgie

Kontakt

Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg
Klinik für Gefäßchirurgie
Chefarzt Dr. Agamemnon Sotiriou

Menzinger Str. 44 80638 München

Sekretariat
Antje Hubacz, Lisa Matzeder, Alexandra Thurner
Telefon: 089 1795-2801
Telefax: 089 1795-2803
E-Mail: sekretariat.gch@dritter-orden.de



Sprechzeiten

Spezialsprechstunde Aorta
Freitag: vormittags

Spezialterminsprechstunden der Klinik für Gefäßchirurgie. Für alle Sprechstunden ist eine vorherige Terminvereinbarung über das Sekretariat erforderlich
Gefäßchirurgische Sprechstunde
täglich: vormittags

Venensprechstunde
Donnerstag: vormittags

Wundsprechstunde
Donnerstag: 13.00 Uhr - 15.00 Uhr

Dialyseshunt-Sprechstunde
Dienstag und Mittwoch: vormittags

Privatärztliche Terminsprechstunde
von Dr. Agamemnon Sotiriou, Chefarzt
nach telefonischer Vereinbarung

Sonstiges

Informationen für einweisende Ärzte

Außerhalb der Sekretariatszeiten wenden Sie sich bitte an den diensthabenden Chirurgen
Telefon: 089 1795-0

Notfälle können Sie selbstverständlich ohne Voranmeldung jederzeit über unsere Notaufnahme einweisen:
Telefon: 089 1795-1450

 

Patienteninformation

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Aus: SZ Forum Spitzenmedizin vom 17.5.2025

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